Tag 1 und 2: von Deutschland nach Nepal

Nach langer Vorfreude geht’s endlich los.

Vormittags hab ich noch die letzten Vorbereitungen erledigt. Um 12 Uhr ging es dann mit dem Zug nach München.

Nach reibungsloser Anreise war ich eigentlich viel zu früh am Flughafen. Aber die 3,5 h bis zum Abflug wurden mit Kaffe, Bier und Snacks überbrückt.

Bier im Boarding-Bereich

Um 5 gings dann los Richtung Doha, meinem Zwischenstopp. Ich wurde gefragt ob ich auf einen Sitz vor dem Notausgang wechseln will. Aber immer! Beinfreiheit!

Nach ca 5 Stunden war ich dann in Doha fast ohne Schlaf und inzwischen ist es auch schon Mitternacht lokale Zeit in Qatar.

Der Flug von Doha startete mit 15 Minuten Verspätung, landete dann aber fast 45 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit in Kathmandu. Da hat der Pilot aber Gas gegeben. Inzwischen ist es ca. 8 Uhr in der Zeitzone.

Beim Anflug auf den Flughafen sah ich auch meine ersten Berge. Leider war das Glas zu dreckig um gute Fotos machen zu können.

Die Immigration dauerte dann doch länger als erwartet. Fast 90 Minuten verbrachte ich in verschiedenen Schlangen.

Zum Glück hat mein Pick-up Service vom Hotel geduldig gewartet. Auf dem Parkplatz war sein Auto inzwischen komplett zugeparkt. Nach 10 Minuten Dauerhupen ohne Reaktion meinte er lakonisch: In Nepal there are no rules.

Das bestätigt sich auch gleich danach bei der Fahrt zum Hotel. Chaos. Jeder fährt wie er will. Leute laufen kreuz und quer über die Straße, die Hupe ist das einzige was ständige Unfälle verhindert.

Im Hotel angekommen sieht das Bett zwar sehr einladend aus, aber ich hab noch ein volles Programm vor mir.

Zu aller erst die Permits besorgen. Dazu geht es zum Tourist Informationen Center beim Ratna Park. Ein 25 Minuten Spaziergang und gleich eine gute Gelegenheit um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen. Der Verkehr ergibt immer noch keinen Sinn, es ist heiß und staubig ohne Ende. Das erklärt auch warum jeder zweite mit Gesichtsmaske rumläuft.

Typische Verkabelung die sicher alle DIN-Normen erfüllt

Am Tourist Information Center war eigentlich alles ziemlich einfach: zwei Formulare ausfüllen mit Angaben zur Person, Notfallkontakt, Auslandskrankenversichung, Visum Nummer, grober Tourenplanung. Ich hätte auch irgendwas reinschreiben können, wirklich geprüft wurde nichts. Dann noch n bisschen Geld zahlen und fertig.

Tims und Annapurna Permit

Anschließend geht es wieder zurück Richtung Thamel, dem Touri Viertel in dem auch mein Hotel liegt. Ein bisschen last-minute Shopping steht auf dem Programm. Ich brauche noch Handschuhe, eine warme Mütze und eine Flasche.

In Thamel gibt es unzählige Läden aller Größe die Trekking Sachen verkaufen. Vom billgstem Fake zu Outlets der westlichen Hersteller. Letzten Endes kauf ich mir einmal North Face Handschuhe (original), eine Nalgene-Flasche (angeblich original) und eine Patagonia Fleecemütze (fake).

Thamel ist die das ganze Chaos von Kathmandu auf noch engere Fläche gepropft. Jedes Haus ist ein Laden, zwischendurch verstecken sich aber auch kleine Tempel.

Thamel
Thamel
Thamel
Thamel

Nachdem ich das ganze im Hotel deponiert habe gibt es noch ne Kleinigkeit im Hotel-Restaurant zu essen. Gebratener Reis, nix besonderes und dazu einheimische Bier. Trinkbar.

Gorkha Bier
Gebratener Reis

Danach ging es nochmal raus, einfach um die Atmosphäre noch etwas mehr aufzusaugen. Aber ich hatte auch die Medikamente gegen Höhenkrankheit vergessen.

Nach dieser kleinen Runde war es endgültig Zeit für ein Nickerchen. Ich war inzwischen auch schon ca 30 Stunden auf den Beinen, wenn man von dem bisschen Schlaf im Bus absieht.

Das zog sich dann doch n bisschen länger hin. Als ich schließlich um 19 Uhr wieder auf den Beinen war, wollte ich dann auch nicht mehr raus. Schnell noch den Rucksack final fertig gepackt und nochmal ins Hotelrestaurant zum Essen. Leckeres Hähnchen Massala mit Reis. Und dazu Everest Bier, ich will ja hoch hinaus.

Das gab mir so ziemlich den Rest. Noch schnell mit dem Hotel geklärt, ob ich eine Lunchbox für den nächsten Morgen haben kann und gleich ein Taxi für 6:15 bestellen lassen und dann gings auch schon um 9 ins Bett.

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1 Antwort

  1. Harry sagt:

    Servus Martin,
    ich wünsche Dir eine erlebnisreiche und sichere Reise. Bin schon auf Deine Erzählungen nach Deiner Rückkehr gespannt.

    Wünsche Dir einen schönen Urlaub.

    Harry

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