Tag 10: Ruhetag in Brakha / Manang

Da in den nächsten Tagen der härteste Teil der Tour auf dem Programm steht legen wir heute einen (geplanten) Ruhetag ein. Zeit die kleinen Wehwehchen auszukurieren.

Das ist auch mehr oder minder nötig. Mir schmerzt das Knie etwas vom langen Abstieg vom Ice Lake. Michal schaut heute noch kaputter aus als Tags zuvor. Beim Frühstück fehlt ihm schon komplett der Appetit und er isst nur eine halbe Schale Porridge, dann legt er sich nochmal hin.

Eigentlich wollten wir am Vormittag zusammen bequem das Kloster von Brakha besichtigen. Da Michal sich aber besser ausruht schließe ich mich einer Gruppe (anderer) Tschechen an, die begleitet vom Koch des New Yak zum Kloster gehen.

Im Eingang zum Tempel

Für eine kleine Spende von 100 Rupien kommt man in den Gebetsraum des Tempels und kann dem Mönchen bei ihren Zeremonien zusehen. Höchst interessant. Der Tempel selbst beherbergt hunderte von Buddhas. Manche neu und Indisch in ihrer Art, andere sehr alt. Manche groß, die meisten eher klein.

Mönche bei der Arbeit
Aussicht vom Tempel

Ein großartiges Erlebnis das gesehen zu haben. Ich bekomme noch eine Kette um den Hals und mache mich dann wieder auf den kurzen Weg zurück zum Hotel.

Yak bei Brakha

Michal hat etwas mehr Farbe im Gesicht und wir packen unsere Sachen und gehen die 30 Minuten weiter nach Manang. Dort geht am nächsten Tag der Weg zum Tilicho Lake weiter und wir sind nochmal ein paar Meter höher als in Brakha.

Da Manang ein Übernachtungsort für fast jeden auf dem Circuit ist, macht es Sinn dort früh aufzutauchen damit man sich ein Zimmer im Hotel seiner Wahl sichern kann. Wir entscheiden uns für das Yeti. Ganz okay, aber das New Yak in Brakha war doch besser. Immerhin haben wir wieder Strom im Zimmer.

Michal legt sich wieder hin um seine Erkältung auszukurieren. Ich entschließe mich zur Praken Gompa aufzubrechen. Die liegt ca 400 Höhenmeter über Manang. Noch vor ein paar Jahren konnte man da wohl den Segen eines einheimischen Mönchs erhalten, inzwischen ist die Gompa aber verlassen und verschlossen. Trotzdem bietet sich eine tolle Aussicht auf Manang und die Berge.

Ich gebe etwas Gas um zu sehen wie ich in der Höhe auf etwas Belastung reagiere. So bin ich in knapp 50 Minuten an der Gompa und komplett fix und fertig. Der Ausblick belohnt aber für die Mühen.

Manang von der Praken Gompa, mit Gangapurna und Gletschersee

Nach dem Abstieg schlendere ich ein bisschen durch Manang, dass inzwischen drei! “Kinos” beherbergt. An meinem Hotel treffe ich punktgenau zeitgleich mit Petr ein. Der hat heute morgen doch noch Milarepas Höhle besucht.

Wir gönnen uns ein Mittagessen im Hotel (Petr bestellt sich Yak Steak) und teilen uns ein Bier. Da Michal immer noch nur im Bett liegt besorgen wir ihm eine Kanne Tee und später etwas Brot, Yak Käse und Yak Salami in Manang.

Ich selbst bin inzwischen etwas knapp bei Kasse, kann im Hotel aber über Kreditkarte Geld abheben. Für günstige 10% Gebühr… Tipp an alle die den Trek auch machen wollen: der erste richtige Bankomat ist erst wieder in Jomson auf der anderen Seite des Passes, also nehmt lieber mehr Geld mit als ihr ursprünglich plant.

Nach etwas entspannen gehe ich dann nochmal ein bisschen in und um Manang spazieren. Meiner Ansicht nach lohnt ein Bummel im alten Teil der Stadt, bei dem man deutlich merkt, dass es sich um eine altertümliche Festung gehandelt hat.

Gebetsmühlen im alten Manang
Alter Teil von Manang

Ich gehe dann noch zum nahen Gletschersee, bin aber schon etwas spät dran um den vollen Effekt zu erhalten. Trotzdem nett um sich die Beine zu vertreten.

Nach nem gemütlichen Abend in der beheizten Gaststube geht es früh ins Bett, denn morgen steht ein langer Tag auf dem Programm mit dem Weg in Richtung Tilicho See.

Profane Gebetsmühlen
Jack Wolfskins nepalesischer Cousin?

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