Tag 13: Upper Shree Kharka – Churi Ledar

Nach der letzten Nacht unter dem Party-Boden wachen wir auch zeitig auf, nachdem im Gastzimmer über uns die erste Aktivität anfängt. Michal ist wie immer unbeeindruckt. Sein Schlaf ist beneidenswert. Petr und mir helfen Ohrstöpsel einigermaßen weiter.

Irgendwann ist aber definitiv zu viel los und wir stürzen uns auch in den vermeintlichen Trubel im Gastzimmer. Antoine und Jess sind schon fast fertig und wir setzen uns noch ein bisschen zu den beiden bevor sie aufbrechen.

Sonnenaufgang bei Upper Shree Kharka

Das Tagesprogramm sieht heute vor, dass wir zurück auf die Hauptroute des Annapurna Circuit wandern und dabei ein paar Dörfer hinter Manang überspringen. Das ist sozusagen der Vorteil wenn man eh zum Tilicho See geht.

Kurz nach Shree Kharka kommt dann auch schon der erste Wegweiser in Richtung Yak Kharka. Auf einem schönen Wanderweg geht es etwas weiter den Hügel hoch.

Man kommt am weitestgehend verlassenen Upper Khangsar vorbei. Ein idyllischer Ort der herrliche Motive für Fotos bietet. Fast alle Häuser sind Ruinen nur eines oder zwei scheinen noch bewohnt zu sein.

Upper Khangsar

Der Weg führt weiter mit tollen Aussichten den Berg hoch. Unterwegs überholen wir Leute bei ihren Pausen die wir die letzten Tage getroffen haben, beziehungsweise wenn wir Pause machen überholen sie uns wieder. So hat man das Gefühl eigentlich in einer großen Gruppe unterwegs zu sein.

Der Bulle unterwegs mustert uns skeptisch

An einem besonders imposanten Aussichtspunkt trifft sich ein großer Teil der ganzen Blase und wir haben das Glück sogar ein paar Adler beobachten zu können.

Panorama am Aussichtspunkt

Nach diesem tollen Fleckchen geht es durch laublose Birkenwälder in Richtung eines Tals. Dort wartet ein kleines Restaurant auf uns, dessen Wirt laut Jack White laufen lässt und auch sonst gut in jedes Hipster-Viertel einer europäischen Stadt passen würde. Nach ner kleinen Stärkung folgt der letzte steilere Anstieg um wieder auf den Circuit-Hauptweg zu kommen.

Michal unterwegs
Das Ende des Tilicho Nebenweg ist erreicht

Michal hat immer noch gut zu kämpfen. Am Anfang des Tages wirkte er fast wie der Alte, aber inzwischen wirkt er wieder stark erschöpft. Bis nach Yak Kharka braucht er einige Pausen. Yak Kharka selbst besteht wie die meisten Dörfer in diesen Lagen aus Lodges und anderen Sachen die auf Trekker ausgelegt sind, wie zB. Pferdeservices.

Blick Richtung Yak Kharka

Unser Ziel ist eigentlich nicht mehr weit, aber Michal hat echte Probleme. Nach einem Gespräch ca auf halbem Weg zwischen Yak Kharka und Ledar beschließen wir, dass es schlau ist, dass Petr und ich zügig voran gehen um ein gutes Zimmer zu sichern, dann einer wieder zurück geht um Michal beim Aufstieg zu helfen.

Wie den ganzen Tag setzen Petr und ich unsere Science-Fiction Gespräche fort. Der Kerl ist auf dem Gebiet ein ähnlicher Nerd wie ich und so vergeht die Zeit wie im Flug.

In Ledar finden wir in der letzten Lodge gute Zimmer. Es gab entweder ein Dreizimmer, dass eher nach alter Gefängniszelle aussieht. Oder ein nettes Doppelzimmer für die Tschechen und ein Einzelzimmer mit Doppelbett für mich im neuen Teil der Lodge. Da fällt die Wahl leicht und die 3 € mehr pro Person sind da eh egal.

Ledar am nächsten Morgen

Michal muss gar nicht lange abgeholt werden und so sitzen wir schon bald zu einem etwas späten Mittagessen zusammen. Petr und ich teilen uns ein Bier. Und das zeigt auch bald seine Wirkung auf der Höhe, denn wir werden sehr müde und gönnen uns darauf ein Nickerchen.

Tschechisch-Bayerische Zusammenarbeit beim nepalesischen Bier
Deko vor der Lodge

Beim Abendessen setzen wir unsere Gespräche vom Aufstieg fort, empfehlen uns gegenseitig Bücher und Filme und diskutieren intensiv über unsere Lieblinge. Wir sitzen kuschelig direkt am Ofen und genießen den Abend. Michal geht wieder etwas eher ins Bett in der Hoffnung, dass seine Erkältung besser wird.

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